Tuesday, July 08, 2003 - Posts

Microsoft Application Blocks for .NET

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Microsoft bietet jetzt insgesamt acht Application Blocks an. Dies sind Komponenten, die fertige Lösungen für alltägliche Situation bieten, und die ich jedem Software Architect ans Herz legen möchte.

  • Aggregation Application Block
  • Asynchronous Invocation Application Block
  • Caching Application Block
  • Microsoft Application Blocks
  • Data Access Application Block 2.0
  • Exception Management Application Block
  • Updater Application Block
  • User Interface Process Application Block
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TechEd 2003: Der 2. Tag

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Dienstag, 1.07.03

KeyNote

Als würden die mich gut kennen, dachte ich mir, als ich in der Agenda sah, dass die TechEd heute erst um 10.30h beginnt - eine humane Zeit, wenn ihr mich fragt. Daran könnte man sich fast gewöhnen. Wie (fast) jede Konferenz beginnt auch diese mit einer Eröffnungsrede – der so genannten KeyNote. Die Redner Sanjay Parthasarathy (Microsoft Corporate Vice President) und Jean-Philippe Courtois (Microsoft’s CEO for Europe, Middle East and Africa) verdeutlichten den gespannten Publikum ein weiteres Mal die Wichtigkeit von Web Services und das es in Zukunft noch es noch stärker in die Richtung „Service Oriented Architecture“ (SOA) gehen soll. Dabei geht es darum Dienstleistungen zu erstellen und über standardisierte Schnittstellen - wie zum Beispiel WebServices - anderen Anwendungen zur Verfügung zu stellen.
Als sinniges Beispiel fällt mir ein, dass die die Post einen (kostenpflichtigen) WebService anbietet, welcher Adressen mit fehlerhaften oder fehlenden Angeben vervollständigt/korrigirt. So muss sich ein Programm nicht mehr selber um die Überprüfung kümmern, eine eigene PLZ-Datenbank führen etc, sondern nur noch den WebService konsumieren.
Derzeit wird aktiv an der Standardisierung von zusätzlichen Features für die nächste Generation der XML WebServices gearbeitet, die unter anderem Themen wie Security und Transactions abdecken, um zwei elementar wichtige Vertreter zu nennen.



Dann kam ein langer und schwermütiger Teil in dem Unternehmen vorgestellt wurden, die derzeit aktiv WebServices in ihrer Infrastruktur einsetzen. Es solle wohl dem Publikum verdeutlichen, dass es sich hier nicht um MS-Technologie oder um von MS entworfene Trends handelt, sondern die gesamte IT-Branche mitzieht. Leider war der Teil ähnlich Spannend wie eine Talkshow mit dem Titel "Ich leben von Sozialhilfe und finde das gut so." Schade eigentlich.
Zum Schluss wurde es dann aber doch noch spannend. Zuerst kam die Meldung, dass der Microsoft Exchange Server 2003 jetzt offiziell released ist und in Produktion geht. Danach wurde eine neue Erweiterung für den Windows Server 2003 vorgestellt, welches voraussichtlich ab Herbst kostenlos von der Microsoft-Seite heruntergeladen werden kann. Es handelt sich um die Automated Deployment Services. Sie erlauben dem Administrator eine beliebige Anzahl weiterer Server in wenigen Minuten aufzusetzen. Dies wurde auch gleich live demonstriert. Fünf Server mit leeren Festplatten wurden aufgebaut, wenige Mausklicks und schon bootete ein "Deployment Agent" - eine Miniaturversion von Windows - auf den Servern und empfing das Image. Nach etwas über eine Viertelstunde waren alle fünf Server einsatzbereit. Das hat wirklich Eindruck gemacht!
Kurz nach der Keynote geschah dann was geschehen musste. Das wohl größte Wireless LAN-Netzwerk, welches jemals für eine Messe aufgebaut wurde (das CeBit-Netz war nichts dagegen) gab „seinen Geist auf“. Die Verbindung hielt keine 30 Sekunden, schon wurde sie wieder gekappt. Das Problem war bis zum Abend nicht behoben.

Enterprise Templates

Meine erste Sessions ging über das Theme „Enterprise Templates“. Hinter diesem – zugegebenermaßen futuristischem Titel – verbirgt sich plump gesagt die Möglichkeit Visual Studio .NET-Vorlagenassistenten für eine mehrschichtige Anwendung zu erstellen. Der besondere Clou: Diese Vorlagenassistenten werden ebenfalls in .NET entwickelt. Also man schreibt .NET-Code, der später .NET-Code generiert. Ein Enterprise Template kann aber noch mehr. Einmal besteht es wie gesagt aus dem Assistenten, der in der Regel mehrere Projekte erstellt, benötigte Referenzen einfügt und bei Bedarf auch Code erzeugt. Zum anderen gibt es die Möglichkeit der „Policy Files“. Dabei handelt es sich um Richtlinien, die steuern was der Entwickler in diesem Projekt tun darf und was nicht. So ist es beispielsweise möglich dem Benutzer zu verbieten ein bestimmtes Steuerelement zu verwenden, vielleicht weil sie anderes z.B. von einem Dritthersteller einsetzt werden soll. Auch die kontextsensitive Hilfe kann mit eigenen Texten erweitert werden. Die Enterprise Templates bieten somit nicht nur eine einfache Vorlage, sondern gleich eine ganze Architektur für größere Projekte an. So muss man nicht immer von vorne anfangen.

Visual Studio Tips & Tricks

Meine zweite Station war „Visual Studio Tips & Tricks“. Es ist schon erstaunlich wie man bei solch komplexen Produkten einfach nie alles kennen kann. Interessant ist zum Beispiel die rechteckige Textmarkierung, welche man durch das gedrückt halten von ALT während des Selektionsvorgangs aktivieren kann. Auch die neuen PowerToys für Visual Studio .NET 2003 können sich sehen lassen. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Werkzeugprogrammen, mit denen es unter anderem möglich ist Registriereinstellungen zu justieren, Komponenten hinzuzufügen und Hilfedateien sowie benutzerdefinierte IDE-Fensteranordnungen zu erzeugen. Der Sourcecode liegt den PowerToys bei, sodass man ihn bei Bedarf anpassen und verändern kann. Laut Microsoft soll es in Zukunft weitere Tools für die Sammlung geben.

No-Touch Deployment

Nun kam endlich mein absolutes Lieblingsthema: No-Touch Deployment. Dabei wird ein Programm auf dem WebServer abgelegt und man kann – sofern man das .NET Framework installiert hat – über das Programm über die URL im Internetexplorer ausführen. Würde man also z.B. http://www.meinserver.de/meinprogramm.exe eingeben, merkt der Internet Explorer, wenn es sich um eine .NET Anwendung handelt, lädt diese herunter und startet diese lokal – allerdings in einer abgesicherten Umgebung, einer so genannten „Sandbox“, in der sie kein Unheil anrichten kann. Man erspart sich so die Installation des Programms und die dadurch entstehenden Risiken und zusätzlich ist man sich sicher immer die neuste Version zu haben. Ein intelligenter Cache sorgt übrigens dafür, dass das Programm nur einmal heruntergeladen wird und erst entfernt wird, wenn eine neue Version zur Verfügung steht. Der einzige Nachteil ist, dass eine Internetverbindung zum Starten des Programms immer erforderlich ist.

Imagine Night

Der Tag neigt sich dem Ende und für die „Imagine Night“ – eine Party für ausgewählte Teilnehmer der TechEd beginnt. Dieser Event lässt sich deutlich besser in Bildern dokumentieren, welche im Bereich „Photos & Bilder“ zu finden sein werden.

TechEd 2003: Der 1. Tag - Vorkonferenzen

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Montag, 30.06.03

Die Vorkonferenzen beginnen

Diesmal war ich schon um 9 beim Frühstück. Die Rüheier waren wieder ungenießbar. Leider wollte meine einzige Hoffnung, die guten Würste, heute auch nicht so recht: Zumindest waren sie etwas sehr weiß.

„Wer lesen kann ist klar im Vorteil…“ Da war ich gestern noch absichtlich an dem Ort vorbeigefahren, von dem ich dachte, dass die TechEd dort stattfinden würde und mich gefreut, dass dieser nur zwei S-Bahn-Stationen (insgesamt knapp 10 Minuten) von meinem Hotel entfernt ist und doch konnte ich nach meiner Ankunft beim bestem Willen den Eingang nicht finden. Die Fahnen an beiden Straßenseiten besätigten mir, dass ich am richten Ort war, nur konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass ich den Eingang einer Konferenz, die 6.000 Besucher erwartete übersehen haben sollte. Glücklicherweise rief mich eine bekannte Stimme – nämlich die vom Regional Director Ralf Westphal – um mich darauf hinzuweisen, dass sich das TechEd-Gelände etwas außerhalb der Stadt befindet und ein Shuttle-Service die Besucher regelmäßig aus der Innenstadt dorthin und wieder zurück bringt. Ein nicht ganz unbeachtlicher Aufwand, täglich einen Shuttleservice für Besucher, Redner und Presse anzubieten, wie ich meine.

Das TechEd-Gelände selber ist sehenswert – und dies gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es beachtlich groß und zum anderen wurde hier technisch einiges aufgefahren. Dies ging bereits vor der eigentlichen Veranstaltung los, als die Anmeldebestätigung mit den Zugangsdaten für die TechEd Attendee Web Site, einer Homepage für alle Teilnehmer, in meinem Posteingang lag. Dort konnte man durch alle vorhandenen Vorträge (Sessions) browsen und diese dann automatisch in die persönliche Agenda einfügen. Diese konnte man nicht nur online ansehen und drucken, sondern auf der Messe in seinem Outlook-Account im Kalender wiederfinden.
Wer sich die Mühe gemacht hat seinen Laptop durch die Hitze Barcelonas zur TechEd zu schleppen, so konnte man mittels Wireless LAN und einer 1000 MBit-Anbindung in vielen Bereichen auf dem Gelände kostenfrei surfen. Auch an die Laptopbesitzer ohne WLAN-Karte wurde gedacht. Diese konnten gegen eine entsprechende Kaution gemietet werden.

Für die Gäste ohne Laptop gab es das „Communications Network“; 400 Computer auf denen man sich mit seinem Account einloggen konnte und Internet und eine Vorabversion des neuen Office 11 verwenden konnte.

Alle Frühaufsteher, die heute schon um 8h hier standen, konnten sich sogar einen Pocket PC mit vorinstalliertem „Conference Assistant“ mieten. Aber ich zähle wirklich nicht zu dieser Sorte Menschen, die früh morgens ausgeschlafen und lächelnd ins Büro kommen. Schade eigentlich.

Monitore auf dem gesamten Gelände zeigen die neusten Veränderungen an.

Im Windows Mobile Shop kann man zu Sonderkonditionen eine Reihe von Geräten (Smartphones, Pocket PC’s) erstehen.
Im Ausstellerbereich präsentieren diverse Hersteller und Verlage ihre Produkte und Dienstleistungen und verschenken auch schon mal das eine oder andere T-Shirt. Bei den größeren Firmen gab es sogar Tablet PC’s zu gewinnen.

Microsoft hatte unter dem Leitspruch „wir beantworten alle ihre Fragen“ einen großen Bereich – den  „Microsoft Pavillion“ – mit Ständen zu allen wichtigen Microsoft Produkten – von Entwicklertools bis zum neuen Office, welches im Herbst erscheinen soll, aufgestellt.

Zusätzlich gab es beim Microsoft Press Bookshop 20% Rabatt auf alle Bücher.
Und dann war da noch die Essenshalle, wobei Flugzeughangar diese Räumlichkeit wohl besser umschreiben würde oder wie beschreibt man einen Raum in dem ein Platz an einem Tisch für über 5.000 Leute ist?

Ich hatte mich für keine Vorkonferenz angemeldet, da mich die Themen nicht sonderlich reizten, sondern nutzte lieber die Zeit meine Agenda zu planen. Ein hartes Programm muss ich sagen. Es gibt sechs verschiedene Zeiten an denen Sessions stattfinden und durchschnittlich zwölf parallele Sessions zur Auswahl. Die Pausen dazwischen sind in der Regel nur 15 Minuten lang. Reicht gerade mal an einem der herumstehenden Terminals das Sessions Feedback auszufüllen, wie man die Veranstaltung fand und auf dem Weg zur nächsten Session ein Getränk mitzunehmen. Immerhin ist die Mittagspause mit zwei Stunden recht großzügig bemessen und an den Zwölfertischen lernt man immer neue Leute kennen.

Der letzte Abend vor der Jubiläums-TechEd. Grund genug nochmals richtig auszuspannen – zum Beispiel mit Kollegen bei einem Konzert.

Hinweis: Leider kann ich hier (noch) keine Bilder direkt einfügen. Diese finden sich im Bereich "Fotos & Bilder".