Monday, July 07, 2003 - Posts

TechEd 2003: Die Tage davor

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Samstag, 28.06.2003

Hamburg

Heute heisst es endlich: Auf nach Barcelona! Ich bin 40 Minuten vor Abflug am Flughafen Hamburg – Pünktlichkeit zählte noch nie zu meinen Tugenden – und bekomme den vorletzten Platz zugewiesen; zwischen Gang und Fensterplatz. Grausam. Aber nichts gegen die Horde an Kleinkindern (oder war es vielleicht doch nur ein Einzelndes, welches diesen Lärmpegel erzeugte), die mit Papa und Mama in der Business Class vor mir flogen. Schwer vorstellbar, dass man in Zukunft selber einmal Kinder haben könnte, die eine ähnliche Geräuschkulisse fabrizieren und man sich daran zu gewöhnen haben wird.

München

Zum Glück dauert der Flug nach München nur etwas über einer Stunde, von wo aus ich direkt in den Flieger nach Barcelona umsteige. München ist seit Kurzem der zweigrößte deutschen Umsteigeflughafen. Das habe ich bemerkt. Bis zu meinem Gate waren es gut zwei Kilometer. Allerdings ist die Ausschilderung sehr gut.

Barcelona

Nach viereinhalb Stunden ist es dann soweit: 9:52h GMT+1, Fluhafen Barcelona, 31° C, extrem schwül, die Frisur sitzt, nur mein Hemd ist nach keinen drei Minuten durchgeschwitzt. Wahrlich nicht einfach für einen Wahl-Hamburger wie mich sich an die klimatischen Verhältnisse zu gewöhnen. Die Taxifahrer hier sind alle sehr freundlich, die Fahrpreise fair. Ich fahre ins Hotel und wundere mich über die Anzahl der direkt vorm Hotel parkenden Motorräder. Ein internationales Harley Davidson-Treffen, wie man mir sagt. Die Besitzer der Maschienen wohnen alle Hotel. An Schlaf ist nicht zu denken. Beim Hotel-Checkin das erste unangenehme Erlebnis: Internet kommt hier nur analog aus der Telefonbuxe. Ein entsprechendes Kabel sowie Zugang muss man selber mitbringen. Immerhin empfängt der Fernseher drei deutsche Sender (Sat1, Phoenix und 3sat), wobei ich die Auswahl etwas merkwürdig finde. Schnell vergeht mir der Spaß, nachdem ich bemerke, dass der Schnee im Bild jede Minute aus einer anderen Richtung „weht“. Aus Frust vergreife ich mich an der Mini-Bar.

Sonntag, 29.06.2003

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben…“ Eine Lebensweisheit, die in der täglichen Werbung gerne mißbraucht wird, und nie treffender hätte sein können. Frühstück bis 11h, hieß es. Ich erscheine um 10h. Die Rüheier sind bereits flüssig (!) und die Farbe lässt auch nicht mehr auf Frische schließen. Schade. Müssen eben die Würstchen dran glauben.
Ich beschließe mir die Stadt näher anzusehen, da dies mein erster Besuch Barcelonas ist. Sehr schön, wie ich finde. Das öffentliche Personennahverkehrssystem ist sehr gut ausgebaut und für 17 EUR darf man 5-Tage lang alle Verkehrsmittel nutzen. Nur wohnen würde ich hier nicht wollen. Zu vermüllt sind die Straßen, zu unberechenbar der Straßenverkehr. Grün an der Fußgängerampel heißt noch lange nicht, dass man die Straße gefahrlos überqueren kann. Es dient mehr dem Autofahrer ein leichten Hinweis zu geben vom Gas zu gehen; in etwa äquivalent zu dem Deutschen „Vorfahrt gewähren“-Schild.
Mit der Bahn und einem Ticket für 2,20 EUR fahre ich raus nach Sitges – einem Badeort ca. 30 km südlich von Barcelona. Urlaubsstimmung pur. Herrlich. Dabei vergisst sich schon gerne schnell, dass man am nächsten morgen zur TechEd wollte. Und falls man es nicht vergessen hat, hat man vielleicht veräumt sich rechtzeitig zu erkundigen wann die letzte Bahn zurück fährt. Zum Glück sind ja die Taxipreise hier nicht zu hoch.